Propecia (Finasterid 1 mg) und Dutasterid sind beide 5-Alpha-Reduktase-Hemmer zur Behandlung der androgenetischen Alopezie. Propecia ist die standardmäßig zugelassene Therapie gegen Haarausfall, während Dutasterid ein stärkerer DHT-Blocker ist, der ursprünglich für Prostatabeschwerden entwickelt wurde und häufig off-label bei Haarausfall eingesetzt wird. Die Wahl hängt von gewünschter Wirksamkeit, Risikoabwägung und ärztlicher Empfehlung ab.
| Merkmal | Propecia (Finasterid 1 mg) | Dutasterid |
|---|---|---|
| Wirkweise | Blockiert Typ-II-5-Alpha-Reduktase und senkt DHT | Blockiert Typ I & II, stärkere DHT-Suppression |
| Form | Orale Tablette (1 mg) | Orale Kapsel (meist 0,5 mg) |
| Am besten geeignet für | Frühen bis moderaten Haarausfall | Fortgeschrittenen oder therapieresistenten Haarausfall |
| Zeit bis Wirkung | 3–6 Monate | 3–6 Monate (oft stärkere Wirkung) |
| DHT-Reduktion | Moderat (~60–70%) | Sehr hoch (~90%+) |
| Hauptnebenwirkungen | Sexuelle Nebenwirkungen (bei einigen Nutzern), hormonelle Effekte | Ähnliche Nebenwirkungen, potenziell stärker ausgeprägt |
Propecia wird häufig als Ersttherapie eingesetzt, da es gut erforscht, weit verbreitet und speziell gegen Haarausfall zugelassen ist. Es bietet eine moderate DHT-Reduktion und eignet sich für eine langfristige Basisbehandlung.
Dutasterid kann wirksamer sein, wenn Finasterid nicht ausreichend wirkt, da es die DHT-Produktion umfassender hemmt. Es wird jedoch meist off-label eingesetzt und erfordert ärztliche Kontrolle.
Beide Medikamente wirken über die DHT-Hemmung, jedoch blockiert Dutasterid mehr Enzymtypen und ist dadurch potenter. Dies kann die Wirksamkeit erhöhen, aber auch das Nebenwirkungsprofil beeinflussen.
In der Praxis wird meist zuerst Finasterid (Propecia) eingesetzt, bevor Dutasterid in Betracht gezogen wird.
Informieren Sie sich über verschreibungspflichtige Optionen und ärztliche Beratung.
Ja. Dutasterid hemmt DHT stärker und gilt allgemein als potenter als Finasterid (Propecia).
Weil es speziell für Haarausfall zugelassen ist und eine gut dokumentierte Sicherheitsbasis besitzt.
Ja, jedoch nur unter ärztlicher Aufsicht, insbesondere bei unzureichender Wirkung.
Nein. In der Regel gehen erzielte Ergebnisse nach Absetzen schrittweise wieder verloren.
Nur zu Informationszwecken. Keine medizinische Beratung.